Start und Ziel: östlich von Acharavi
Länge: 4 km | HM: 35 m | Gehzeit: 1,5 Std. | Gesamtzeit: 2 Std.
Bewertung: ★★★☆☆
Die Antinioti-Lagune im Norden von Korfu bietet mit glasklarem Wasser, einer fast vergessenen Klosterruine und einer zerklüfteten Küste mit Blick bis nach Albanien eine tolle Mischung aus Natur, Kultur und stiller Schönheit.
Der Mietwagen kann auf einer großen Sand-Schotterfläche östlich von Acharavi abgestellt werden. Von hier reicht die Antinioti-Lagune bis zu den Stränden von Agios Spiridion, wo ihr die Wanderung auch beginnen könnt.

Zu Beginn überqueren wir die Lagune über eine schmale Brücke mit blauem Geländer. Das glasklare Wasser unter unseren Füßen ist magisch schön. Schwärme von kleinen und größeren Fischen schwimmen mal gemütlich und mal blitzschnell durch das Wasser. Zwei kapitale Krebse kämpfen aus, wer von ihnen der Stärkere ist.
Unser Wanderweg ist mit regelmäßigen blauen Punkten auf dem Boden markiert. Sanft bergan folgen wir geradeaus einem schmalen, ansteigenden Pfad. Die Vegetation steht dicht neben dem Weg. Fast wie ein Spalier.

Nach rund 500 Metern erreichen wir die Ruine eines verlassenen Katharinenklosters. Anfangs könntet ihr enttäuscht sein. Wir waren es jedenfalls. Zuerst sieht man kaum etwas und dann hauptsächlich übergewachsene Überreste einzelner, kleiner Gemäuer. Doch dann gelangen wir zur Klosterkirche. Über die Balken des herabgestürzten Dachstuhls betreten wir das Innere und werden positiv überrascht. Ein Jesus-Bildnis thront im Raum und an den Wänden sind bunte Fresken erhalten.



Nun folgen wir für circa einen Kilometer einem gut begehbaren Schotterweg. Links und rechts wird er von niedrigen Büschen gesäumt. Schatten sucht ihr von nun an vergeblich und den Rest der Wanderung brennt die Sonne von oben auf uns herab. Bald erreichen wir das östliche Ende der Antinioti-Lagune bei Agios Spiridion. Wer mag kann das glasklare Wasser der Lagune auch hier über eine Brücke queren, die der vom Start zum Verwechseln ähnlich sieht.
Wir gehen nicht über die Brücke sondern zweigen nach links in einen kleinen Pfad ab, der direkt an die felsige Küste führt. Viele auf dem Boden liegende Taschentücher zeugen davon, dass leider viele Besucher diesen Ort als Toilette missbraucht haben. Glücklicherweise sind das nur ein paar Meter. Die Wegbeschaffenheit ändert sich nun völlig. Wir laufen nur noch auf schmalen Pfaden auf den scharfkantigen Felsen direkt am Meer entlang. Der Küste folgen wir immer weiter bis zu unserem Auto. Anfangs mit Blick auf den Strand und die Badegäste von Agios Spiridion, später „nur“ mit Meerblick. Unser Sohn weist uns freudig auf jedes Sportboot hin, dass durch die schmale Meerenge zwischen Korfu und Albanien flitzt. Daneben bahnen sich Frachtschiffe ihren Weg und am Horizont sind albanische Gebirge zu erblicken.


Unser Pfad entlang der Küstenlinie verläuft auf gelbem bis ockerfarbenem Gestein, dass so porös aussieht als wäre es vulkanischen Ursprungs. Der Junior-Wanderer muss sich konzentrieren, dass seine Füße immer sicheren Halt finden und braucht ab und an bei höheren Stufen eine Hand. Wir passieren zwei weitere, abgelegene Badestrände und laufen an einem Leuchtsignal für die Schifffahrt vorbei.

Die Lagune Antinioti verbindet die herbe Schönheit des Meeres mit einer wilden Küstenlandschaft und der Erkundung einer kleinen Klosterruine. Schatten gibt es nur ganz am Anfang, danach brennt die Sonne unbarmherzig vom Himmel. Passend dazu stehen mehrere Möglichkeiten zur Abkühlung im Meer bereit.
Maximale Höhe: 28 m
Minimale Höhe: 0 m




