Start: Strand Avlaki| Ziel: Strand Avlaki
Länge: 8 km | HM: 170 m | Gehzeit: 2 Std. | Gesamtzeit: 2,5 Std.
Bewertung: ★★★★☆
Musik schallt beim Abstieg zum Strand herüber. Die idyllischen Strände im Naturschutzgebiet Erimitis sind auch bei Bootsausflügen beliebt. Dennoch kann man mit etwas Glück hier seinen ganz privaten Traumstrand finden.

Den Mietwagen parken wir direkt hinter dem langgezogenen Kiesstrand Avlaki. Es ist voll hier. Solltet ihr nur einen Strandausflug und keine Wanderung planen, empfehlen wir dennoch mindestens einen Strand weiterzugehen.
Am Ende der Parkfläche tretet ihr in einen Wald aus gedrungenen knorrigen Bäumen ein. Die Baumheiden erinnern mich direkt an unseren Urlaub auf La Gomera. Nach nur 200 Metern erreicht ihr einen Strand aus feinem Kies, der in Google Maps als „Avlaki East“ eingezeichnet ist. Dort stören keine Motorengeräusche und auch die Anzahl Urlauber nimmt rapide ab.
Durch mannshohes Schilf verlasst ihr diesen Strand und steigt durch Wald zum Hauptweg auf. Nur 400 Meter später kann über einen wurzeligen Pfad im Wald zum Strand „Arias Bay“ abgestiegen werden. In der Bucht liegen mehrere Boote. Diese Bucht bietet sich zum Baden mehr vom Boot als von Strandseite aus an, da der Strand von eher grobem Kies gezeichnet ist. Über den Hinweg geht es einige Meter zurück zum Hauptweg. Diesem folgen wir weiter.


Je näher wir dem Wasser kommen, desto lauter hören wir Musik. Junge Menschen feiern an diesem Nachmittag mit einem Bier in der Hand und guter Laune an Bord einen Ausflugsbootes, das hier vor Anker liegt. Ein See liegt, nur durch den Strand „Akoli Beach“ vom Wasser getrennt, unscheinbar hinter Schilf und Büschen.

Um zum nächsten Strand zu gelangen, steigen wir erst im Wald ein wenig auf und spazieren dann über einen steinigen Weg entlang von Büschen durch die Sonne. Es ist heiß. Die Entfernungen sind nie weit und nach wenigen Minuten bezaubert ein toller Ausblick: Wir gucken von oben auf einen Damm, der das Ionische Meer vom See „Vromolimni“ trennt. Genau über diesen Damm führt nun unser Weg.

Immer entlang der Küste wandern wir weiter über einen mal kleineren und mal breiteren steigen Pfad. Erosion hat teils tiefe Rillen in den Boden gefressen. Verschiedene meist namenlose Strände liegen am Weg. Teils liegt Treibholz im Kies. In jeder Bucht befinden sich Badegäste, mal nur ein Pärchen, mal wenige Leute mehr. Überlaufen ist es niemals.





Schließlich erreichen wir den Ort Agios Stefanos, der zahlreiche Tavernen bietet. Ein schmaler Streifen Strand zwängt sich zwischen die Bucht und unseren Weg entlang der Gaststätten. Man merkt, dass wir wieder im Ort sind. Im Vergleich zu all den anderen Stränden ist es hier bei weitem weniger idyllisch – und trotzdem viel voller.


Zurück zum Ausgangspunkt führen zwei weniger schöne Kilometer geteerte Straße, die auch rege von Autos befahren wird. Dann zweigen wir durch eine grüne Schranke auf einen Schotterweg in das Naturschutzgebiet ab und treffen kurz darauf wieder auf unseren Hinweg. Den letzten Kilometer bis zum Auto kennen wir bereits.
Die Halbinsel Erimitis zeigt sich für uns unerwartet grün für das sonst derzeit ziemlich trockene Korfu. Die zahlreichen Strände sind vielseitig und auf jeden Fall einen Besuch wert. – Egal ob im Rahmen einer Wanderung oder nur zum Baden.
Maximale Höhe: 84 m
Minimale Höhe: 0 m



