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China: Shanghai

Der Blick vom Bund über die Skyline der Hochhäuser von Pudong, dieses Bild brennt sich bei mir für „Shanghai“ ein.

Im Anschluss an unseren Besuch des Huang Shan Gebirges nehmen wir den Zug von Huangshan Bei nach Shanghai Hongqiao, welcher nur rund drei Stunden benötigt. Für die erste Nacht haben wir uns ein günstiges Zimmer direkt am People‘s Square gemietet. Der Raum ist kaum größer als das Bett und das Bad sieht aus wie im Wohnmobil. Für eine Nacht reicht es jedoch völlig aus, der große Vorteil ist die äußerst zentrale Lage.

Chaos in Shanghai
Chaos in Shanghai

Wir spazieren des abends noch durch die Einkaufsstraßen am People‘s Square und lassen die vielen Leuchtreklamen und Hochhäuser auf uns wirken. An fast allen Straßenkreuzungen fallen uns Verkehrspolizisten auf, die trotz funktionierender Ampeln händisch den Verkehr regeln, um dem Chaos Einhalt zu gebieten. Auch ansonsten gibt es hier – wie auch im Rest von China – extrem viel Polizei, die gerade in den Städten permanent präsent ist. Unser Ziel ist der Bund. Eine Uferpromenade am Fluss Huangpu, die den Blick auf die Skyline von Pudong offenbart. Menschenmassen strömen mit uns durch die Straßen und belagern den Bund, der sich im Dunkeln besonders schön leuchtend und bunt präsentiert.

Skyline, Blick vom Bund auf Pudong, Shanghai
Skyline, Blick vom Bund auf Pudong

Am nächsten Tag sind wir neugierig auf die Fake Markets von Shanghai. Wir gehen zu Fuß in die Nanjing West Road 580, wo wir feststellen, dass dieser Markt nicht mehr existiert. So gehen wir zurück und weiter bis zur Nanjing East Road Ecke Qipu Road. Hier gibt es ein ganzes Kaufhaus, das in kleine Verschläge eingeteilt ist, die von verschiedenen Händlern zum Verkauf verwendet werden. Hier gibt es sehr, sehr viel Kleidung, die von der billigsten Machart und nicht schön ist, sodass wir den Ort schnell wieder verlassen.

Wir gehen den Tag gemütlich an und lassen den Urlaub langsam ausklingen. Später checken wir im Fairfield by Marriott Hotel ein. Die letzten beiden Nächte wollen wir etwas Luxus, um gut erholt nach Hause zu kommen. Wir bekommen ein sehr modernes Zimmer und fühlen uns wohl.

Zickzack-Brücke zum Teehaus im Yu-Garten von Shanghai
Brücke zum Teehaus im Yu-Garten

Der letzte vollständige Tag beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück. Es gibt westliche und chinesische Leckereien. Zum ersten Mal essen wir in China Käse. Sonst halte ich mich jedoch lieber an die chinesischen Spezialitäten wie die gefüllten Teigtaschen, denn die wird es zurück in der Heimat nicht mehr geben. Mit der Metro fahren wir in die Altstadt. Anfangs sieht diese alt und recht abgewrackt aus, dann kommen wir in einen touristischen renovierten Bereich. Geister können weder übers Wasser noch um die Ecke gehen, lernen wir, sodass ein Teehaus auf einen Teich gesetzt wurde und nur über einen verwinkelten Steg zu erreichen ist.

Nicht viel später gelangen wir wieder in weniger touristische Areale und beginnen ungeplant eine Shopping-Runde, in der wir Geschenke für die Familie zu Hause besorgen. Sowohl an der Straße als auch in einem Hochhaus reihen sich ähnlich wie am Vortag Verkaufsstände an Verkaufsstände. Hier sehen wir nur Einheimische, die Preise sind niedriger und die Atmosphäre ist nicht so „kauf endlich etwas“-mäßig wie am Vortag. Es wirkt um Welten authentischer.

Flamingos im Zoo Shanghai
Zoo Shanghai

Am Nachmittag überlegen wir, was wir noch tun könnten, und entscheiden uns für einen Besuch im Zoo von Shanghai. Bis wir dort ankommen, hat er nur noch 1,5 Stunden geöffnet. Der Zoo kostet keine drei Euro, sodass es sich trotz der kurzen Zeit für einen schönen Spaziergang entlang der Gehege lohnt. Im Vergleich zu anderen uns bekannten Zoos ist dieser hier eher modern. Zum Glück gibt es keine alten Gitterkäfige, die mit Beton ausgegossen sind, stattdessen sieht es weitaus natürlicher aus.

Abendessen in Shanghai
Abendessen in Shanghai

Im Hotel nehmen wir unser letztes Abendessen in China zu uns: Ein Gericht mit Blumenkohl in Soja-Soße und eines mit Schwein in einer Honig-Soße mit Reis. Ein sehr schmackhafter Abschied.

Dieser Urlaub in China war außergewöhnlich. Wir haben viele Erfahrungen machen dürfen und viel Neues kennengelernt. Eine selbst organisierte Reise ist auf jeden Fall möglich und eine Empfehlung für Abenteurer!

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