Zum Inhalt springen

Kollita Gorges und Argiroupoli

Start: Argiroupoli | Ziel: Argiroupoli
Länge: 16,4 km | HM: 500 m | Gehzeit: 5 Std. | Gesamtzeit: 6 Std.
Bewertung: ★★★☆☆

Die Besichtigung des alten Ortes Lappa verbunden mit gleich zwei Schluchten. Diese Wanderung erscheint mir einen guten Tag zu versprechen.

Im Ort Argiroupoli stelle ich den Mietwagen am Straßenrand ab und spaziere durch das Dorf zum Startpunkt meiner heutigen Wanderung. Bereits im Ort geht es ordentlich bergauf. Nach rechts abbiegend gelange ich auf einen uralt anmutenden Kopfsteinpflasterpfad. Der Pfad führt steil abwärts und ist sehr unregelmäßig gepflastert, sodass sich das Gehen etwas schwierig gestaltet. Schon bald wird der Weg deutlich leichter.

verlassenes Dorf Nisi
verlassenes Dorf Nisi

Einige Rentner sitzen in Kato Poros auf dem Platz vor der Kirche und diskutieren lauthals. Wenige Minuten später bin ich wieder mitten in der Natur. Ich gelange zum verlassenen Dorf Nisi. Die Natur hat es sich zurückgeholt. Heute zeigen sich hier nur Überreste von Wohnhäusern, eine paar Ziegen suchen zwischen den Ruinen nach den spärlichen Grashalmen und einige Vögel schrecken auf.

Kollita Gorges

Einstieg zur Moudriano Schlucht der Kollita Gorges
Einstieg zur Moudriano Schlucht der Kollita Gorges

Bald darauf gelange ich auf einer Fahrstraße zum Abzweig der Moudriano Schlucht, der ersten der Kollita Gorges. Anfangs führt der Weg am Rande der noch breiten Schlucht über einen steinigen Weg, der sich am Abhang entlang schlängelt. Salbeipflanzen säumen den Weg. Später führt die Strecke in das ausgetrocknete Bachbett. Es wird flacher, aber dafür ist der Weg häufig nicht zu erkennen. Ich gehe zwischen Bäumen entlang. Mal bin ich auf dem Weg und es ist leicht zu gehen, dann finde ich wieder keinen Pfad und klettere über kleine Felsen. Wirklich verlaufen kann man sich jedoch nicht.

Ganz am Ende der ersten Schlucht treffe ich auf eine andere Wandererin. Sie wird die einzige am heutigen Tag bleiben. Die nette Frau fragt, ob sie auf dem richtigen Weg ist. Sie komme aus der anderen Schlucht und hatte dort, wie ich, häufig das Problem den Pfad nicht erkennen zu können. Es scheinen nicht viele Menschen hier vorbeizukommen.

Am Ausgang der Schlucht führen zwei Wege nach rechts. Nehmt nicht den ganz rechten, der steil nach oben führt, sondern den flacheren. Ihr gelangt über eine Landstraße zur zweiten Schlucht. Der Weg zweigt unscheinbar hinter einem Ziegengehege nach links ab.

Kato Poros Schlucht der Kollita Gorges
Kato Poros Schlucht der Kollita Gorges
Engstelle der Kato Poros Schlucht
Engstelle der Kato Poros Schlucht

Nun beginnt die Kato Poros Schlucht. Hier zeigt sich wie erwartet ein ähnliches Bild: Bäume und Felsen im Flussbett, der Pfad die meiste Zeit nur schwierig auszumachen. Die Bäume sind interessant gewachsen; sie sehen wie ausgehöhlt aus und weisen Löcher auf. Leider hat sich in den Bäumen und Felsen viel Plastikmüll verfangen, der wohl angespült worden ist. Zum Ende dieser Schlucht wird es spannend. Die Felswände rücken eng zusammen und zeigen gen Himmel. Das ist der Eindruck, den ich mir bei Schluchtenwanderungen immer erhoffe.

Argiroupoli

Am Ende der Schlucht treffe ich wieder auf meinen Hinweg. Das nächste Ziel sind die Felsengräber von Lappa. Um zu diesen zu gelangen, gehe ich etwa 500m meines Hinwegs zurück und zweige dann nach rechts ab. Ein alter Weg mit viel Laub und Moos führt mich zurück nach Argiroupoli. Auf diesem verwunschenem Weg treffe ich auf die Felsengräber des antiken Lappa. Nach Passieren der Überreste der Kapelle der fünf heiligen Jungfrauen führt nur eine Landstraße weiter zu den Wasserfällen von Argiroupoli. Hier fahren einige Autos und ich fühle mich als Wanderer am falschen Ort.

Bei den Wasserfällen handelt es sich um künstlich angelegte Kaskaden. In der direkten Umgebung bieten einige Fischtavernen Essen an. Eine Treppe führt zur Taverne Kastro. Hier soll es gemäß Rother Wanderführer links davon zurück in den Ort gehen. Heute stehe ich vor einem abgeschlossenen Tor. Rechts der Taverne finde ich jedoch einen selten genutzten Pfad, der mich zurück nach oben an die Straße bringt. Die letzten Meter zurück zum Auto werde ich von einem Hund angekläfft, der auf einem nahen Flachdach steht.

Die Kollita Gorges können beide eine schöne Wanderung anbieten, wenn euch Einsamkeit und teils unerkennbare Pfade nicht stören. Je Schlucht habe ich rund eine Stunde benötigt. Den Abstecher bei Argiroupoli empfehle ich jedoch nicht. Die Landstraße hat mich zu sehr gestört und konnte durch die restlichen Eindrücke nicht genug aufgebessert werden.

Gesamtstrecke: 16560 m
Gesamtanstieg: 837 m
Gesamtabstieg: -840 m
Download file: KollitaGorges_und_Argiroupoli.gpx

Info: Die Angaben der Höhenmeter werden leider nicht richtig angezeigt. Die Angabe unter dem Titel ist korrekt.

Diese Tour ist Teil eines Wanderurlaubs auf Kreta. Hier findest du die übrigen Wanderberichte von Kreta.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.