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Urwald-Wanderung

im Naturschutzgebiet Monte de Aguirre zum Pico del Ingles

Start: Jardina | Ziel: Jardina
Länge: 6,7 km | HM: 380 m | Gehzeit: 2,75 Std. | Gesamtzeit: 3 Std.
Bewertung: ★★★★☆

Einer der schmalsten Pfade, die wir bislang erwandert sind, liegt im Anaga-Gebirge von Teneriffa. Quer durch den wilden Wald am Monte de Aguirre führt uns der heutige Weg.

Das Betreten dieser ursprünglichen Route ist nur mit der Genehmigung der Nationalparkverwaltung möglich. Tickets können kostenfrei online reserviert werden, jedoch gibt es hiervon nur 20 Stück pro Tag. Eine Buchung ist 15 Tage im Voraus möglich. Sollte es euch möglich sein, so weit im Voraus zu planen, macht dies. Kurzfristiger müsst ihr Glück haben, dass andere ihre Tickets stornieren. Auf diese Weise sind wir am Vorabend an zwei Tickets gekommen.

Zusätzlich gibt es eine weitere Wanderung, die einer offiziellen Genehmigung bedarf. Diese liegt weiter östlich beim Gipfel Chinobre / El Pijaral. Wir hatten jedoch kein Glück eines der 45 Tickets pro Tag zu erlangen. Wir freuen uns über Erfahrungsberichte zu dieser zweiten Wanderung, gerne auch im Vergleich mit dieser Tour, in den Kommentaren.

Pfad zur Schutzzone Monte de Aguirre
Pfad zur Schutzzone Monte de Aguirre

Zur Anfahrt ist der Ausschilderung nach Jardina zu folgen. Hier parken wir am Straßenrand und starten die Wanderung auf einem nach rechts abknickenden Pfad. Relativ eben mit Blick auf das Tal geht es auf rötlicher Erde los. 700 m später zweigt nach links dann ein Pfad in den Urwald ab. Von der Karte und unserer Reservierungsbestätigung wissen wir, dass wir uns nun in der Schutzzone befinden. In der Natur weist uns jedoch kein Schild darauf hin. Wir fragen uns, ob irgendjemand wirklich den Zutritt kontrolliert und wie Wanderer, die völlig unwissentlich die Schutzzone begehen, gar sanktioniert werden sollen.

Ende der genehmigungspflichtigen Zone Monte de Aguirre
Ende der genehmigungspflichtigen Zone Monte de Aguirre

Stetig führt uns der ursprüngliche Pfad durch einen Wald aus moosbewachsenen Bäumen. Wir fühlen uns an den Zauberwald oder den Beginn der Ruta 18 auf La Gomera erinnert. Viele Wurzeln und steinige Passagen später erreichen wir nach rund 40 Minuten bereits das Ende der genehmigungspflichtigen Zone. Eine steinerne Treppe führt uns an die Straße.

Dieser folgen wir rund 5 Minuten bis zum Aussichtspunkt Pico del Ingles. Von hier besteht eigentlich ein schöner Ausblick ins Tal und auf Teile von Santa Cruz. Heute verschwindet jedoch alles im Nebel, sodass einfach rein gar nichts zu sehen ist. Links vom Zugang zur Aussichtsplattform führt ein schmaler Pfad hinab und bildet unseren Rückweg.

Die nächsten 1,5 km führen auf lehmig-rutschigem Untergrund abwärts. Die vermoosten, knorrigen Bäume neigen sich wie ein Dach über den Pfad. Teilweise entsteht ein richtiger Hohlweg. Wir sehen wenige Mountainbikespuren und fragen uns, wie man hier bloß ohne Stürze fahren können soll.


Die übrige Wegstrecke führt meist leicht aufwärts mal durch Laubwald und immer häufiger mitten durch das Gebüsch zurück. Dieser zugewachsene Weg ist einer der schmalsten Pfade, die wir bislang gegangen sind. Immer wieder führt der glitschig aussehende Trail an den Abhang. Nun beginnt es auch noch zu regnen. Teilweise läuft uns das Wasser wie in einem Bach entgegen. Wir beschleunigen unseren Schritt und gelangen zurück zum Auto.

Dieser Weg ist anders als die bisherigen auf Teneriffa. Wir befinden uns im dichten Wald und es gibt kaum einmal einen Fernblick. Doch gerade dieser wilde Urwald mit den knorrigen Stämmen, dem Moos und der insgesamt dunkleren Atmosphäre macht diese Wanderung aus. Aus unserer Sicht bietet die Tour eine tolle Abwechslung!

Gesamtstrecke: 6934 m
Gesamtanstieg: 702 m
Gesamtabstieg: -701 m
Download file: Monte_de_Aguirre.gpx

Info: Die Angaben der Höhenmeter werden leider nicht richtig angezeigt. Die Angabe unter dem Titel ist korrekt.

Diese Tour ist Teil eines Wanderurlaubs auf den Kanaren. Hier findest du die übrigen Wanderberichte von La Gomera und Teneriffa.

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