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Steineberg, Stuiben und Ostertal-Tobelweg

Alternative Nagelfluh Gratwanderung mit Ausklang am Tobel

Start: Gunzesried-Säge | Ziel: Gunzesried-Säge
Länge: 16,8 km | HM: 1330 m | Gesamtzeit: 6 Std.
Bewertung: ★★★★☆

„Oh, auf dem Stuiben war ich ja auf der Gratwanderung der Nagelfluhkette erst.“ fiel mir auf, als ich bereits am Parkplatz stand und die Wanderstiefel bereits angezogen waren. Naja, nicht ganz optimal, wenn man so wie ich möglichst viel sehen möchte. Doch nun war ich schon einmal da und wollte nicht umplanen, da es nachmittags zu regnen beginnen sollte. Außerdem hat mir die Nagelfluh Gratwanderung super gut gefallen.

Das Auto parkte ich aus Sonthofen kommend kurz vor dem Ort Gunzesried-Säge auf einer geschotterten Fläche, die zum Restaurant „Fischhütte“ gehören müsste. Dieses hat jedoch nur Donnerstag bis Sonntag geöffnet, sodass ich kein Problem darin sah an einem Mittwoch einen Parkplatz zu belegen. 700m weiter befindet sich ein großer Wanderparkplatz, der 2 € kostet. Leider nimmt der Automat nur Münzen und gibt kein Wechselgeld raus.

Vom Tal aus geht der Aufstieg die meiste Zeit nur über Teerstraßen. Immerhin habe ich auf der langweiligen Straße kein einziges Auto gesehen. Nach rund 70 Minuten bin ich auf dem Grat der Nagelflutkette angekommen. Es geht auf steinigen Waldwegen, die durch Baumstämme zu vielen Treppenstufen befestigt wurden, weiter stetig aufwärts. Nach kurzer Zeit erscheint der Steineberg (1660m), der zuvor bereits aus der Ferne zu sehen war, direkt vor mir. Ein steiniger Pfad führt die letzten Meter zu einer 17m hohen Leiter, die an einer senkrechten Wand befestigt ist und direkt zum Gipfelkreuz führt. Wer die Leiter nicht klettern möchte, kann auch gefahrlos unterhalb der Felswand am Gipfel vorbei gehen. Nun folgt die eigentliche Kammwanderung, es geht immer dicht am tiefen Abgrund entlang. Einige Kletterstellen machen den Weg, neben der grandiosen Aussicht, so richtig spannend. Stahlseile sichern die sonst gefährlichsten Bereiche ab während es über blanken Fels geht.

Felswand
Felswand

Nach rund 2h 40 Min erreiche ich den Stuiben. Hier lässt es sich gut aushalten für eine Mittagspause. Es gibt sogar eine Picknickbank direkt am Gipfelkreuz, aber auch (oder aus meiner Sicht noch viel besser) super Plätze auf Steinen im Gras, teils direkt an der Klippe mit einer tollen Aussicht auf das Tal. Nach einer kurzen Pause heißt es schon wieder Abschied nehmen vom Grat.

Auf steinigen Pfaden wird zuerst auf einer Bergweide Höhe verloren; einige Kühe standen rund um den Weg und ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, sodass ich einen Bogen um sie herum gehen musste. Nun geht es durch einen dunklen Wald und kurz an einer hoch hinaufragenden Felswand vorbei weiter hinab. Später verläuft der Weg vorerst eben und parallel zum Bergrücken auf einer geschotterten Straße bis es schließlich auf Pfaden und durch einen Wald die letzten Meter hinunter ins Dorf geht. Von hier wäre es weniger als ein Kilometer bis zum Parkplatz.

Ostertal-Tobel
Ostertal-Tobel

Ich hatte noch Zeit und Lust etwas weiterzuwandern, so entschied ich, zusätzlich den Ostertal Tobel zu erkunden. Schmale Pfade verlaufen direkt am rauschenden Bach. Mehrere kleine Wasserfälle stürzen in die Tiefe und der Weg schlängelt sich am Wasser entlang und teils unter Felsüberhängen hindurch. An einer Stelle wurde eine Brücke am Fels angebracht. Am Ende des Tobels bin ich auf der Teerstraße zurückgelaufen. Bei einem nächsten Mal würde ich eher denselben Weg am Tobel wieder zurückgehen.

Obwohl ich die Hauptattraktion der Wanderung, die Gratwanderung auf der Nagelfluhkette, bereits zwei Tage zuvor in die Gegenrichtung gehend gesehen habe (identisch waren ca. 4,5 km Weg), hat mir die Tour heute sehr gut gefallen. Die Erweiterung um den Ostertal Tobel lohnt sich und zeigt noch einmal eine andere Seite des schönen Allgäus. Nur der Beginn des Aufstiegs auf der asphaltierten Straße ist noch deutlich verbesserungswürdig.

Gesamtstrecke: 18367 m
Gesamtanstieg: 1419 m
Gesamtabstieg: -1418 m
Download file: Steineberg_Steinkoepfle_Stuiben_Ostertaltobel.gpx

Weitere Eindrücke:

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